Für den 27. Januar 2019 laden wir seitens unseres Kapitolrates Sie wiederum herzlich zu unseren „Kreuzganggesprächen“ ab 11.45 Uhr in den Pfarrsaal ein:
Zum einen ist Zeit und Raum auf das Gemeindeleben 2018 zurückzuschauen, zum ande-ren besteht Gelegenheit für das Kalenderjahr 2019 mögliche gemeinsame Projekte, Aktionen oder Ideen miteinander anzudenken oder gar vorplanerisch anzugehen. Auf jeden Fall soll es über das Jahr verteilt wieder Gelegenheiten geben, um über unsere Gottesdienste hinaus auch zum Austausch und zur Begegnung zusammenkommen zu können.
Allen Teilnehmenden schon im Vorhinein ein Vergelt`s Gott fürs Mitdenken, Mitplanen und vor allem für die Bereitschaft, sich für unsere Kapitolsgemeinde zu engagieren. Dank auch für die Bereitschaft, die eine oder andere vakante Aufgabe zum Wohle des Ganzen neu oder wiede-rum mit Liebe zur Sache zu übernehmen.
Danke auch im Namen unseres Kapitolsrats und der ganzen Gemeinde. (RH)

In Maria Lyskirchen sind Interessierte unserer Gemeinde ab und an eingeladen, sich zu bestimmten Themen zusammenzusetzen, die meist aus dem Kreis der Gemeinde angesprochen werden.
Die letzte einer solchen Versammlung war im Oktober 2018 - als Raum, miteinander das Erleben der Offenlegung der Studie zur sexualisierten Gewalt in der Kirche auszutauschen. Am Ende dieses Austausches stand u.a. ein Brief an den Erzbischof. (Hier ist bisher keine Reaktion erfolgt.)
Heute ergeht die Einladung zu einer Gemeindeversammlung, die sich mit Themen der Liturgie in Lyskirchen beschäftigt: Es geht um das Credo-Gebet und um die Fürbitten.
Das Credo in der Überlieferung der Kirche bewegt manche schon lange. Dazu gab es ein Pro-jekt ›Credo‹, in dem sich Menschen zusammen-gefunden haben, um sich über ihr persönliches Credo auszutauschen. Das waren bewegende und stärkende Begegnungen. Das Ergebnis war in unserem Sonntagsblättchen veröffentlicht. Bei aller persönlichen Ausdrucksart des Glaubensbekenntnisses gibt es auch eine Wertschätzung oder zumindest einen Respekt vor dem Glaubensbekenntnis, das die Kirche über Jahrhunderte durchgetragen hat.
Nach der Offenlegung der tiefen Wunde der Kirche als Institution fiel es wiederum Gottesdienstfeiernden schwer, zu bekennen, an die eine, heilige, katholische Kirche zu glauben. Klar, hier ist nicht die Konfession angesprochen. Es geht um einen theologischen Begriff, der anders als institutionell zu deuten ist. Aber das Unbehagen wird deutlich, dass wir etwas sprechen, das in unserem Sprachgebrauch festgelegt ist. Um da ein Missverständnis zu vermeiden, bedarf es für manche der Glaubenssätze des Credos Übersetzungshilfen. Das kann aber auch nicht zufriedenstellen.
Um dieses ganze Feld ins Gespräch zu bringen, will die Gemeindeversammlung ein Forum bieten. Wir werden sehen, wohin der Geist uns leiten wird und welche Konsequenzen wir aus unseren Überlegungen in der Gottesdienstfeier ziehen werden.
Das zweite Themenfeld sind die Fürbitten. Schon seit Jahren werden bei uns nicht Fürbitten vorgetragen, die mit dem eigentlichen Leben nicht viel zu tun haben. Wir verwenden die Fürbitten, die im Laufe einer Woche in unserem Fürbittbuch hinterlegt sind. Ab und an werden wir zu freien Fürbitten eingeladen. Offiziell heißen die Fürbitten ›Allgemeines Gebet‹. Sie sind die Einladung, dass die Mitfeiernden das zum Gebet der Gemeinde machen möchten, was sie selbst bewegt, was aber in den offiziellen Gebe-ten der Liturgie nicht zur Sprache kommt. Ein besonderes Vorbild dieser Art der freien Fürbitten ist manchen von uns die Gottesdienstfeier der Obdachlosengemeinde Gubbio. Da ist eine lebendige Gebetsgemeinschaft zu spüren, die zu einer eigenen Art der gegenseitigen Anteilnahme am Glauben wird.
In der Gemeindeversammlung soll auch Platz für den Austausch unterschiedlicher Erfahrungen und Meinungen sein. Auch da werden wir ver-suchen zu begreifen, was ›des Geistes‹ ist. Wie bei manchen Ergebnissen von Gemeindeversammlungen: Wir legen das, was wir praktisch umsetzen wollen, immer wieder in die Probe, ob es ›des Geistes‹ für die Gemeinde ist. Gottlob haben wir auch schon die Erfahrung gemacht, dass wir Anregungen aus einer solchen Gemeindeversammlung revidiert haben, weil sie sich als ›nicht des Geistes‹ erwiesen hat.
Hiermit also eine herzliche Einladung an Interessier-te, sich zu dieser Gemeindeversammlung am Sonn-tag, 3. Februar von 16.00 bis 17.30 Uhr im Pfarrsälchen (An Lyskirchen) einzufinden. Es ist immer eine Kostbarkeit, in solchen Versammlungen in einen achtvollen Austausch unterschiedlicher Gedanken und Erfahrungen zu kommen. (MS)

Allen, Kranken, die es nicht mehr schaffen - aus welchen Beschwernissen heraus auch immer - am Sonntagsgottesdienst teilzunehmen, bieten wir die häusliche Krankenkommunion an. Wenn Sie an Haus und Wohnung gebunden sind, besucht Sie einer unserer Kommunionhelfer gerne im Anschluss ans Hochamt und bringt Ihnen sonntags die Eucharistie.
Gerne ermutigen wir Sie, sich im Bedarfsfalle an unser Pfarrbüro (Tel. 21 46 15) oder direkt an unseren Kommunionhelfer Herrn Köhmstedt (Tel. 51 48 87) zu wenden, um einen Besuch zu vereinbaren. (RH)

Unter dem Namen ›Nachtcafé‹ können nun bereits seit 10 Jahren Wohnungslose an ver-schiedenen Stellen der Stadt in Räumen von Kirchengemeinden übernachten. Diese Möglichkeit wird vom 1.11. bis 1.5. geboten, weil es Frauen und Männer aus der Gemeinde gibt, die eine solche Übernachtung für Wohnungslose ermöglichen. Für unsere Gemeinden wird der Pfarrsaal von St. Maria im Kapitol montags zur Übernachtung bereitgestellt.
Menschen, die da ehrenamtlich mitarbeiten mögen, wenden sich bitte an Ulrich Schnegg (ulrich.schnegg@t-online.de), der die Dienste montags in Maria im Kapitol und freitags in Gubbio koordiniert.
Als möglicherweise Interessierte können Sie auch nur einmal an einem Abend ›schnuppern‹, um mitzuerleben, wie ein solcher Übernachtungsabend vor sich geht. Danach lässt sich u.U. leichter entscheiden, ob Sie da mitmachen mögen und können.
Von Herzen Dank allen, die dieses Nachtcafé durch ihre Mitarbeit ermöglichen. Es ist ein Zeichen gelebter Nachfolge. ›Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts‹, hat Bischof Gaillot einmal treffend gesagt. (MS)

Eigentlich sollten die Sanierungsarbeiten an unserer großen Orgel Anfang August beginnen.
Wir hatten es nicht für möglich gehalten, dass das für diese Arbeiten nötige Gerüst eine so große Summe erforderte, dass sie annähernd an die Kosten der Sanierung her-anreichen könnte.
So mussten wir den Arbeitsbeginn auf die Zeit verschieben, in der geklärt ist, welches Gerüst und zu welchen Kosten aufgestellt werden kann.
Das bedeutet, mehrere Angebote von Gerüstbaufirmen einzuholen, die in den Bedingungen einer historisch so bedeutsamen Kirche arbeiten können.
Dann bedürfen diese Angebote einer kirchenbehördlichen Abstimmung, dann brauchten wir eine Mehrfinanzierungszusage des Erzbistums – und wir ahnen, dass all das nicht schnell mal nachgereicht sein kann.
Daher ist im Moment der Zeitpunkt der Sanierung ungewiss. Gewiss ist, dass wir als Gemeinde uns an den Kosten beteiligen müssen.
Daher immer wieder herzlich Dank für alle, die dazu etwas spenden mögen. Ein eigener Opferstock ist aufgestellt. Danke für alles, was uns hilft, dieses Projekt zu finanzieren. (MS)

Hinweis des Fördervereins Romanische Kirchen:

Seit Oktober 2016 sind Apps zu sieben der zwölf romanischen Kirchen Kölns abrufbar, und zwar für

St. Andreas, St. Aposteln, St. Gereon, St. Kunibert, St. Maria im Kapitol, St. Pantaleon und St. Ursula

Näheres unter romanischekirchen.pausanio.de

In der Regel ist unser Sonntagsblättchen kein Werbeforum. Eine Ausnahme sei gestattet. Immer wieder mal wird nach vielleicht geeigneter Literatur für Menschen in Trauer gefragt. Eine Hauptlast des Durchlebens der Trauer ist die Vorstellung, irgendwie ‚verrückt’ zu sein, den Verlust nicht souverän zu bewältigen und selbst nach ein paar Jahren immer noch tiefen Trauerschmerz zu empfinden. Neben dem Schmerz des Verlustes vertiefen diese Vorstellungen, nicht richtig zu sein, die Schwere des Begreifenmüssens.
Monika Müller und ich haben ein Buch wieder neu aufgelegt (und aktualisiert), das für Trauernde und Zugehörige geschrieben ist. Darin wird Trauer beschrieben – was bisher für viele eine Hilfe war, sich eben nicht als unfähig oder verrückt verstehen zu müssen. Der Verlust erzeugt ein Gefühlschaos, so dass man selbst und die Umwelt ganz verunsichert sein können. Für den Zustand der Trauer ist dieses Chaos aber völlig normal.
Das Buch kann für Angehörige oder Freunde es eine Unterstützung sein, Trauer in ihrer Eigendynamik besser verstehen zu können. Das hilft auch, das Mitleben mit Trauernden zu entkrampfen.
Monika Müller/Matthias Schnegg: Unwiederbringlich, von der Krise und dem Sinn der Trauer, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht,
gerade frisch erschienen.
(Matthias Schnegg)