›Jlöcksillije Poschte! ‹, das wünschte man sich noch bis ins ausgehende 19. Jahrhundert in Köln.
›Posche‹ oder ›Poschte‹, zurückgehend auf das hebräische ›Passah‹, wurde dann durch das oberdeutsche Wort ›Ostern‹ verdrängt.
Im Jahr der Corona-Pandemie mit seinen tiefgreifenden Einschnitten und Herausforderungen für uns alle darf ich Ihnen – auch im Namen meine Mitbruders Herrn Pfr. Schnegg, sowie unseres Kirchenvorstandes und unseres Kapitolsrates hier bei uns im Herzen Kölns ›Jlöcksillije Poschte‹ wünschen.
Auf der Folie der Erfahrungen der letzten Wochen und den derzeitigen Lebensbedingungen, bekommt dieser Wunsch seinen sicherlich ganz besonderen Tiefgang und einen neuen Klang.
Ihr Msgr. Rainer Hintzen –Seelsorger an St. Maria im Kapitol -

Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
für die Verantwortungsträger in den Regierungen und Ordnungsbehörden, dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren, als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, und stärke in uns den Glauben,
dass du dich um jede und jeden von uns sorgst. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz

Liebe Gemeinde,
seit Sonntag, dem 22. März 2020 haben wir die Gewissheit, dass wir auch unsere Osternacht, die Ostergottesdienste und die Eucharistiefeiern am 19. April 2020 aufgrund eines Erlasses der NRW-Regierung nicht gemeinsam miteinander feiern können. Damit entfallen auch unsere traditionellen Zusammenkünfte (wie die Osteragape und das Eiersuchen der Kinder). Disziplin, Geduld und Verzicht sind nun über den Karfreitag hinaus weiterhin vonnöten. Digitale, telefonische und postalische Kommunikation und Verbundenheit haben derzeit an Gewicht für uns alle gewonnen.
Wenn auch das gemeinsame Feiern von Gottesdiensten momentan nicht möglich ist, so ist es doch ein tröstlicher Gedanke, um das fürbittende und gedenkende Gebet vieler aus der Gemeinde just zu den sonst bei uns üblichen Messzeiten zu wissen. Der dann ausgesetzte Speisekelch und das aufgeschlagene Lektionar vor dem Altar symbolisieren es und erzählen davon.
So werden auch zu Karfreitag das Kreuz auf dem Altar und zu Ostern die neu entflammte Oster-kerze 2020 für unsere Gebetsgemeinschaft stehen und von ihr erzählen. Hinzu kommt die herzliche Einladung – wenn es Sie drängt oder wenn es Ihnen gut tut – unsere Basilika auch weiterhin zum stillen, persönlichen Gebet zu nutzen. In einer auffällig ruhiger gewordenen Innenstadt wirkt unsere Kirche noch intensiver als spiritueller Kraft-Ort und Zufluchts-Ort. Ob die benediktinischen Erbauerinnen je geahnt haben, dass sie mit diesem Bauwerk und seiner beeindrucken-den Größe nicht nur etwas von der Größe Gottes spiegelten, sondern auch die derzeit 2-m-Abstandsregel zwischen Menschen locker ermöglicht haben!? Behüt` Sie Gott! Und nochmal: Vielen Dank für Ihren besonnenen und verantwortlichen Umgang mit allen Vorsichtsregeln und Einschränkungen.
Herzliche Grüße – auch im Namen meines Mitbruders Herrn Pfr. Matthias Schnegg – Ihr Seelsorger Rainer Hintzen

In den kommenden Wochen überträgt www.domradio.de u.a. jeden Abend um 18 Uhr das Rosenkranzgebet und um 18.30 Uhr die Abendmesse aus dem Kölner Dom. An den Sonntagen wird die Heilige Messe um 10 Uhr, an allen Werktagen um 8 Uhr morgens übertragen.

Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag vor Ostern, und mit diesem Tag beginnt die Karwoche, die in der evangelischen Kirche auch Stille Woche genannt wird.
Mit dem Namen des Tages wird an den Einzug Christi in Jerusalem erinnert, bei dem ihm die Menschen mit Palmzweigen in den Händen zujubelten. Mit dem Palmsonntag beginnt für uns die Heilige Woche.
Traditionell startet die Liturgie bei uns in St. Maria im Kapitol mit der Segnung der Palmzweige im Kreuzgang und der sich anschließenden feierlichen Palm-Prozession in unsere Basilika. Erstmalig seit dem 2. Weltkrieg ist uns dies in diesem Jahr nun nicht möglich.
Verzichten müssen Sie dabei aber nicht auf den christlichen Brauch, die gesegneten Palmzweige an die Kreuze im eigenen Daheim stecken zu können. Zu diesem Zwecke finden Sie ab dem Palmsonntag den gesegneten Buchsbaum im Eingangsbereich der Kirche.
Nehmen Sie mit den Zweigen auch unsere besten Wünsche und Grüße mit nach Hause – und dies auch im Namen derer, die die Zweige in diesem Jahr gesammelt, geschnitten und gespendet haben. (RH)

Liebe Schwestern und Brüder,
„Gib Frieden!“ – dieser Aufruf prägt die diesjährige Fastenaktion von Misereor. In Deutschland leben wir seit 75 Jahren im Frieden. Gott sei Dank! Doch Friede hat keinen unbegrenzten Garantieanspruch. Wir Menschen müssen ihn immer wieder erstreben, neu erringen und mit Leben füllen. Das gilt in Europa wie in der Welt.
Der Krieg in Syrien, der schon mehr als acht Jahre andauert, hat bereits 500.000 Menschen das Leben gekostet. Auf der Suche nach Sicherheit und Zuflucht haben mehr als 5,5 Millionen Syrer ihr Land verlassen, weitere 6,5 Millionen sind zu Vertriebe-nen im eigenen Land geworden.
Misereor hilft in Syrien und den umliegenden Ländern Not zu lindern und leistet wichtige Beiträge, ein friedliches Miteinan-der in dieser Region wieder aufzubauen. Dafür sind Bildung, gesundheitliche Basisdienste und psychosoziale Begleitung wichtig. Viele traumatisierte Menschen müssen ihre Gewalterfahrungen verarbeiten, um wieder Kraft für die Bewältigung ihres Alltags zu schöpfen und den Blick in die Zukunft richten zu können. Versöhnungsbereitschaft und Vertrauen sollen wieder wachsen.
„Gib Frieden!“ Dieses Leitwort ruft uns alle zum Handeln auf. Wir Bischöfe bitten Sie: Tragen Sie die Friedensbotschaft der Fastenaktion in Ihre Gemeinde! Unterstützen Sie die Opfer der Kriege mit Ihrem Gebet und die Friedensarbeit der Kirche mit einer großherzigen Spende.
Fulda, den 26.09.2019
Für das Erzbistum Köln
+ Rainer Maria Card. Woelki

Liebe Schwestern und Brüder,
die Situation vieler Christen im Heiligen Land ist bedrückend. Das Wort von der Perspektivlosigkeit macht die Runde. Palästinensische Christen erleben sich in doppelter Weise als ausgegrenzt: als Palästinenser, die immer noch keinen eigenen Staat haben, und als christliche Minderheit unter der großenteils muslimischen Bevölkerung. Viele sind schon ausgewandert; die Zahl der Ausreisewilligen ist nach wie vor hoch!
Aber es gibt auch Hoffnungszeichen. Dazu gehören die christlichen Schulen und Bildungseinrichtungen im Westjordanland. Sie legen einen Schwerpunkt auf die interreligiöse Friedenserziehung von Juden, Christen und Muslimen und fördern damit eine offene und tolerante Atmosphäre. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Gemeinsamkeiten wie Unterschiede miteinander zu diskutieren und Stereotype zu überwinden.
Die Christen im Heiligen Land benötigen unsere Solidarität, um ihren Dienst an den Menschen und der Gesellschaft erfüllen zu können. Der Deutsche Verein vom Heiligen Lande und die Franziskaner vor Ort stehen deshalb an ihrer Seite. Sie fördern kirchliches Leben und christliche Bildung. Sie, liebe Schwestern und Brüder, können mit Ihrer Spende bei der Palmsonntagskollekte diese wichtige Arbeit unterstützen und so an einer friedlichen und gerechten Entwicklung in der ganzen Region mitwirken.
Wir möchten Sie auch ermutigen, Pilgerreisen ins Heilige Land zu unternehmen. So können Sie den christlichen Gemeinden im Lande Jesu persönlich begegnen. Viele Pilger machen die Erfahrung, wie sehr ihr eigenes Glaubensleben dadurch gewinnt. Mit Ihrer Pilgerfahrt zeigen Sie zugleich den Christen im Heiligen Land, dass sie nicht vergessen und allein gelassen sind.
Für all Ihr Engagement sagen wir Ihnen unseren herzlichen Dank.
Würzburg, den 19.11.2019
Für das Erzbistum Köln
+ Rainer Maria Card. Woelki Erzbischof von Köln

Aufgrund der Corona-Pandemie sind derzeit unsere gemeinsamen Gottesdienste von den Schutzmaßnahmen betroffen und damit auch die üblichen Kommunikationswege auf denen ich Ihre Gebetsanliegen erfahren konnte und durfte, die in den Eucharistiefeiern und Gebetszeiten entweder im Stillen oder ausdrücklich benennbar ihren Raum finden dürften und sollten.
Herzliche Einladung uns Ihre Gebetsanliegen und Meß-Intentionen derzeit entweder telefonisch über`s Pfarrbüro 0221/214615 oder via E-Mail pfarrbuero@maria-im-kapitol.de zukommen zu lassen.
Gerne bedenken wir / bedenke ich Ihre Sorgen und Anliegen in den derzeit praktizierten stellvertretenden Vollzügen allen gottesdienstlichen Handelns. (RH)

Am Samstag, dem 28. März 2020, nimmt auch Köln wieder an der sogenannten ›Earth Hour‹ teil: Viele Städte rund um den Globus machen bei dieser Aktion mit, die als Zeichen für den Klimaschutz von der Umweltstiftung WWF ins Leben gerufen wurde.
Jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit wird an vielen Wahrzeichen die Beleuchtung ausgeschaltet. Auch der Kölner Dom, die romanischen Kirchen, die Brücken oder der KölnTurm versinken dann für eine Stunde in der nächtlichen Dunkelheit.
Die beeindruckende Symbol-Handlung stellt einerseits eine ernsthafte Erinnerung und einen mahnenden Moment für die Sorge um unser Klima dar; und lässt anderer-seits das Geschenk der Wahrzeichen-Beleuchtung umso mehr in unser Bewusstsein rücken. (RH)

von Anna Wagner in St. Maria Lyskirchen

Ab dem 1. Fastensonntag ist in Maria Lyskirchen wieder einmal eine Ausstellung der Fotokünstlerin Anna Wagner zu sehen.
Unter dem Titel ›wohin – woher‹ werden besondere Bilder in Beziehung zum Kirchenraum und zu denen, die in diesem Raum sich bewegen – besuchend, betrachtend, betend.
Es sind beeindruckende Fotos, die mit der Lochkamera aufgenommen wurden – Bilder, die Wesentliches sehen, sichtbar machen und zugleich auch verhüllen.
Die Ausstellung wird eröffnet mit der Abendmesse am 1. Fastensonntag und wird bis zum 5. Fastensonntag täglich während der Öffnungszeiten der Kirche (9 bis 18 Uhr) zu besichtigen sein. (M.S.)

Hinweis des Fördervereins Romanische Kirchen:

Seit Oktober 2016 sind Apps zu sieben der zwölf romanischen Kirchen Kölns abrufbar, und zwar für

St. Andreas, St. Aposteln, St. Gereon, St. Kunibert, St. Maria im Kapitol, St. Pantaleon und St. Ursula

Näheres unter romanischekirchen.pausanio.de