Wer in diesen Tagen und Wochen die Straße „Am Mühlenbach“ aufsucht oder passiert, wird freudiger Zeuge der in Angriff genommenen Sanierung des dort sichtbaren Teiles der römischen Stadtmauer. Das 76 Meter lange Teilstück dort neben der Zentrale des Kölner Mietervereins wird gerade auf Initiative des Fördervereins Römische Stadtmauer Köln instand gesetzt. Im Zuge dieser Sanierung soll auch ein halbrunder Wehrturm, der sich hier früher befand, wieder aufgerichtet werden. Die römische Stadtmauer, die ab 50 nach Christus erbaut wurde, ist noch heute im Stadtgrundriss erkennbar: Während die Nordseite – wie mit dem Lineal gezogen – vom Nordturm bis zum Römerturm reichte, die Westseite von dort bis zum Blaubach und die Ostseite vom Ubiermonument an der Ecke Mühlenbach zurück zum Nordtor verlief, bezog sich die Mauer im Süden auf die natürlichen Gegebenheiten und folgte dem gewundenen Verlauf des Duffesbachs. Der Duffesbach und der südliche Teil der Römermauer stellen bis heute immer auch unsere südliche Pfarrgrenze dar. Ein Spaziergang dort lohnt sich derzeit, denn auf dem großen Bauschild sind die originalen Teile der römischen Stadtmauer blau markiert. Dem Auge des Betrachters bietet sich so ein Abgleichen mit dem sichtbaren Mauerwerk unmittelbar und direkt an. (RH)